Damit Ihr Text wie geplant wirken kann, sollten alle Beteiligten bestmöglich zusammenarbeiten. Nachfolgend einige Punkte, die sich in meiner Arbeit als sehr wichtig herausgestellt haben:
Textzweck, Textkontext, Adressaten
Beschreiben Sie, was den Text erforderlich macht. In der Krisenkommunikation: Ordnen Sie Lage, Risiken und Kommunikationsstrategie ein.
Geben Sie an, ob der Text für die allgemeine Presse, für Fachmedien, Anleger, Kunden, staatliche Stellen, Mitarbeiter oder andere gedacht ist, und unterscheiden Sie gegebenenfalls nach primärer und sekundärer Zielgruppe.
Beschreiben Sie das erwartete Vorwissen und mögliche Sensibilitäten oder Konfliktlinien auf Seiten der Leser.
Geben Sie an, ob Sie mit dem Text informieren, überzeugen, beschwichtigen, abwehren oder Vertrauen wiederherstellen wollen.
Geben Sie genau an, welche Form von Lektorat Sie wünschen. Wird nichts anderes vorgegeben (»nur Korrektorat«), unterziehe ich den Text einer Komplettprüfung aller Aspekte, die ich für relevant halte. Diese umfasst seine Struktur, Verständlichkeit, Prägnanz, Tonalität, Einheitlichkeit und Eleganz (inhaltliche Wirkung) – und erst im zweiten Schritt sprachtechnische Korrekturen von Orthografie, Grammatik, Syntax, Zeichensetzung, Silbentrennung, Abständen oder Typografie.
Geben Sie an, ob ich aktiv Vorschläge machen oder mich auf Korrekturen beschränken soll.
Geben Sie an, wie weit meine Eingriffe gehen dürfen (behutsame Glättung vs. strukturelle Überarbeitung).
Wenn bestimmte Passagen inhaltlich nicht verändert werden dürfen, kennzeichnen Sie diese vorab.
Benennen Sie eine zentrale Kontaktperson für Rückfragen, die zeitnah E-Mails beantwortet.
Geben Sie Feedback vorzugsweise direkt im Dokument unter Verwendung der Änderungsverfolgung (»Track Changes«) und vermeiden Sie parallele Kommentierungen in anderen Formaten.
Kommentieren Sie unmissverständlich: »So übernehmen«, »Unser Alternativvorschlag:«, »Wird mit XYZ abgeklärt« usw.
Fassen Sie Rückmeldungen an mich möglichst konsolidiert in einer Version zusammen (keine parallelen, widersprüchlichen Einzelkommentare).
Legen Sie fest, wer final entscheidungsbefugt ist.
Nach Kundenfreigabe gilt die Version als abgeschlossen; spätere Änderungen würden als neuer Auftrag behandelt.